Die Niederlassung Würzburg konnte sich im europaweiten Vergabeverfahren gegen die Konkurrenz durchsetzen und erhält den Projektmanagementauftrag für die Sanierung und Erweiterung des Stadtmuseums „Cavazzen“ in Lindau am Bodensee und erweitert damit das Portfolio „Kulturbauten und Denkmalschutz“.

Die Neukonzeption des Stadtmuseums Lindau geht Hand in Hand mit der Sanierung des Gebäudes, in dem die städtischen Kunstsammlungen seit 1930 untergebracht sind.  Fertig gestellt im Jahr 1730 ist der Cavazzen – neben dem benachbarten „Baumgarten“  –  das früheste bekannte Privathaus des Schweizer Baumeisters Jakob Grubenmann und das einzige erhaltene Zeugnis seiner herausragenden Ingenieurskunst auf deutschem Boden.

Wie die anderen Werke Grubenmanns steht auch der Cavazzen für einen virtuosen Umgang mit dem Werkstoff Holz, der sich insbesondere bei Betrachtung des auffallenden Mansarddachs zeigt.

Mit dessen stützenfreier Konstruktion ist Grubenmann seiner Zeit weit voraus; denn vergleichbare Tragwerke werden erst deutlich später Verbreitung finden. Dementsprechend ist der Cavazzen landes- und bundesweit von Denkmalschützern und Historikern als herausragendes Bauwerk der Barockzeit anerkannt.

 

Mit der Sanierung und Neukonzeption des Stadtmuseums Lindau "Cavazzen" steht in der Stadt Lindau ein Bauprojekt mit hohem denkmalpflegerischen Anspruch und großen planerischen und konstruktiven Anforderungen an. Angestrebt wird die behutsame und denkmalgerechte Sanierung und Instandsetzung der Gebäudesubstanz des "Cavazzen" , seine barrierefreie Erschließung und die Ertüchtigung und Ausgestaltung für einen neuzeitlichen Museumsbetrieb. Die grundlegenden Planungsarbeiten (Objektplanung Gebäude, Fachplanung Tragwerk Gebäude und Fachplanung Technische Ausrüstung) wurden bereits beauftragt. Veranschlagt ist das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rd. 14 Mio.

WSP erhält den Auftrag für eine vollständige Projektsteuerung nach AHO sowie die Verantwortung für ein separates Fördermittelmanagement. Hierzu gehören insbesondere die Ausgabensteuerung der Eigenmittel und der zugesagten Fördermittel von insgesamt zehn Fördermittelgebern unter Beachtung des kommunalen Haushaltsrechts der Stadt Lindau und der vorliegenden Förderbescheide der EU, der Bundesrepublik Deutschland, des Freistaates Bayern und weiteren Fördergebern.

Die Sanierung des Stadtmuseums in Lindau ist eine willkommene Ergänzung für Kultur- und Denkmalschutzreferenzen für uns als WSP Deutschland AG und insbesondere für die Niederlassung Würzburg, die auch schon mit Projektsteuerungsleistungen bei der Sanierung des Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar, dem Neubau des Georg-Schäfer-Museum in Schweinfurt, der Sanierung des Stadttheaters in Schweinfurt, und anderen beauftragt waren.