Verspätete Durchführung von Energieaudits für Unternehmen nach §§ 8 ff. EDL-G noch bis spätestens 28. Februar 2021

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) teilt mit, dass es im Rahmen seines Ermessens noch bis zum 28. Februar 2021 bei verspätet durchgeführten Energieaudits nach §§ 8 ff. EDL-G davon ausgeht, dass die Verzögerung infolge der Corona-Pandemie erfolgte und deswegen nicht mit einem Bußgeld geahndet werden muss. Wie das BAFA jedoch klarstellt, müssen die Energieaudits nachgeholt werden, soweit die Corona-Pandemie dies ermöglicht.

Das Energieaudit ist für alle Unternehmen verpflichtend, die mehr als 250 Mitarbeiter oder einen Jahresumsatz von über 50 Mio. € bzw. eine Jahresbilanzsumme von über 43 Mio. € aufweisen und mehr als 500.000 kWh Energie pro Jahr verbrauchen. Freigestellt werden können nur Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein validiertes Umweltmanagementsystem im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS) erfolgreich eingeführt haben. Die Durchführung von Energieaudits unterliegt den Anforderungen der DIN EN 16247-1.

Deutschland und die EU haben sich ehrgeizige Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Dekarbonisierung gesetzt. Zur Erreichung dieser Ziele soll unter anderem die Energieeffizienz von Unternehmen technisch und wirtschaftlich verbessert werden. Hierfür ist das Energieaudit ein wichtiger Schritt. Die WSP Deutschland AG verfügt über ein erfahrenes Team an akkreditierten Energieauditoren und hatte im letztjährigen Zyklus zahlreiche Energieaudits für nationale und internationale Unternehmen an Gebäuden unterschiedlichster Nutzungen durchgeführt. Aufgrund unserer standardisierten Prozesse sind wir in der Lage, Energieaudits auch kurzfristig fristgerecht abzuarbeiten.

Falls Sie Ihrer Verpflichtung bislang noch nicht nachgekommen konnten oder unsicher sind, inwieweit die Regelungen Sie betreffen, wenden Sie sich bitte an unseren Experten: Thilo.Cunz@wsp.com