Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel

Die Strecke Karlsruhe–Basel ist das Herzstück des wichtigsten europäischen Güterkorridors Rotterdam-Köln-Basel-Genua und gehört zu den ältesten und am stärksten belasteten Eisenbahnstrecken in Südwestdeutschland. Mit dem durchgehenden viergleisigen Aus- und teilweise Neubau der Rheintalbahn werden die Anforderungen an einen modernen Schienenverkehr sichergestellt. WSP konnte zahlreiche Planungsleistungen der ausrüstungstechnischen Generalplanung erbringen.


Sektoren

Leistungen

  • Multidisziplinäre Projekte: Bahninfrastrukturplanung aus einer Hand
  • Bahnelektrifizierung: Bahnstromversorgung und Fahrleitung
  • ESTW Turnkey Projekte
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Projektstatus

  • Laufend


Die Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel ist von strategischer Bedeutung für den überregionalen, europäischen und internationalen Schienenverkehr. Aufgrund ihrer geografischen Lage ist sie Bestandteil des wichtigsten europäischen Güterverkehrskorridors Rotterdam-Köln-Basel-Mailand-Genua.

Die Strecke zwischen Karlsruhe und Basel, auch Rheintalbahn genannt, gehört mit mehr als 150 Jahren zu den ältesten und am stärksten befahrenen Eisenbahnstrecken in Südwestdeutschland. Auf die zweigleisige 182 Kilometer Strecke zwischen Karlsruhe und Basel fahren täglich mehr als 250 Nahverkehrs-, Fernverkehrs- und Güterzüge. Sie ist somit bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet. Angesichts der bestehenden Engpässe und den damit einhergehenden Qualitätsbeschränkungen sowie der zu erwartenden Zunahme des Verkehrs in den folgenden Jahren ist die Anpassung der Strecke an die aktuellen und künftigen Verkehre dringend erforderlich.

Die Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel sieht einen viergleisigen Aus- und teilweise Neubau vor, um die Streckenkapazität deutlich zu erhöhen und die Reise- und Transportzeit zu verkürzen.

Höchstgeschwindigkeit
250 km/h
Planungs- und Baukosten
12 Mrd. €
Stellwerke
5
Streckenlänge
182 km
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Karlsruhe-Basel im Transeuropäischen Netz (TEN)

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Aktueller Planungs- und Realisierungsstand (Stand: Juli 2017)

Fokus auf die Planung der Oberleitungsanlagen

Der Ausbau der vorhandenen zweigleisigen Rheintalbahn auf vier Gleise dient der Kapazitätserweiterung. Die Erweiterung erfolgt im Regelfall durch Herstellung zweier neuer Gleise in unmittelbarer Parallellage zur bestehenden Strecke. Jedes Gleispaar wird zukünftig als eigene Strecke geführt (Neubaustrecke: Str. 4280; Rheintalbahn: Str. 4000). Die Neubaustrecke wird für 250 km/h trassiert, die Rheintalbahn neu für 160 km/h.

In Streckenbereichen, in denen die Linienführung der bestehenden Bahntrasse die Entwurfsgeschwindigkeit über 160 km/h nicht zulässt, wird auf die Parallellage zwischen Neubaustrecke und Rheintalbahn verzichtet und die Neubaustrecke separat geführt.

Es erfolgen die Planungen zur Oberleitungsanlagen in Abhängigkeit der Bauphasen. 

  • Ausbau der Rheintalbahn auf vier Gleisen mit Erhöhung der Geschwindigkeit auf  250 km/h (zweigleisig)
  • In Planfeststellungsabschnitt 8.3 Weiterführung der Neubaustrecke als Güterumfahrung auf separater Trasse
  • Erstellung von Speisekonzepten, Übersichten und grober Kostenermittlungen
  • Entwurfsplanung mit Erstellung oberleitungstechnischer Lagepläne unter Berücksichtigung baulicher Gesichtspunkte und Abstimmungen
  • Erstellung von Teilkostenanschlägen

 

Der Katzenbergtunnel: ein Meilenstein beim Ausbau der Bahninfrastruktur in Deutschland

Mit einer Länge von 9.385 Metern ist der Katzenbergtunnel der längste Zweiröhrentunnel Deutschlands. WSP Leistungen umfassen die Planung der Oberleitungsanlage mit Verwendung eines neuartigen Verfahrens zur Befestigung der Fahrleitung. Für den eingleisigen Tunnel in Tübbingbauweise kommt hier eine speziell modifizierte Hochgeschwindigkeits-Oberleitung (Re330) zum Einsatz.

WSP Leistungen im Überblick:

  • Ausführungsplanung zur oberleitungstechnischen Ausrüstung des Tunnels
  • Entwicklung aller Oberleitungskomponenten zum Einbau in Tübbingtunnel wie z.B. Stützpunkte und Nachspanneinrichtungen in Zusammenarbeit mit der Bautechnik und DB Systemtechnik
  • Planprüfung und Abstimmung von bautechnischen Plänen auf die Belange der Oberleitung
  • Erstellung von Erdungskonzepten
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Blick in den Katzenbergtunnel mit fester Fahrbahn, Oberleitung und Sicherheitsbeleuchtung

Quelle: Deutsche Bahn AG

Rückbau des Stellwerks Müllheim

Die    heute    zweigleisige    Rheintalbahn    soll    durch    eine    zweigleisige  Neubaustrecke Fahrzeitverkürzungen und weitere Kapazitäten schaffen. Die Lage der beiden neuen, zusätzlichen Streckengleise macht den Rückbau des vorhandenen Stellwerks Müllheim und Ersatz durch ein elektronisches Stellwerk (ESTW) erforderlich. Außerdem müssen die  Stellwerke  des  Korridors  A  (Emmerich-Basel)  zukünftig  ETCS-tauglich sein.  Für den Stellwerksbereich  Müllheim  ist  die  Einführung von ETCS Level 2 vorgesehen. Das ESTW-A Müllheim wird an die ESTW-Unterzentrale Buggingen und die Betriebszentrale Karlsruhe angebunden.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Rückbau Relaisstellwerk und Neubau ESTW-A  Bf Müllheim in zahlreichen Baubetriebszuständen
  • Spurplanänderung zur Herstellung der Viergleisigkeit
  • Anpassung Nachbarstellwerke (Relaisstellwerk Heitersheim, Elektronisches Stellwerke Schliengen und Neuenburg)
  • Anpassung / Erneuerung Energieversorgungskonzept
  • Anpassung / Erneuerung Weichenheizungsanlagen
  • Anpassung Oberleitungsanlage (Bauart Re200 in Einzelmastbauweise)
  • Neubau Oberleitungsanlage (Bauart Re250)