Die etwa 86 km lange Bahnstrecke zwischen Eberswalde und Frankfurt (Oder) verläuft durch die Landkreise Barnim und Märkisch-Oderland sowie durch die Stadt Frankfurt (Oder) in Brandenburg. Die Regionalbahn (RB) 60 der Niederbarnimer Eisenbahn verkehrt auf der eingleisigen, nicht elektrifizierten Strecke, die in zwei Abschnitte unterteilt ist:
- 6758 Eberswalde Hauptbahnhof (Hbf) – Werbig
- 6156 Werbig oben – Frankfurt (Oder)
Über das Projekt
Angesichts der Prognosen zum Wachstum des Einzugsgebietes der Bahnstrecken im Regionalnetz, ist in Zukunft ein Anstieg der Pendlerströme auf bestimmten Strecken zu erwarten. Deshalb soll das Angebot im Schienenpersonennahverkehr auf diesem Streckenabschnitt zukunftsorientiert ausgebaut werden.
Seit 2020 ist WSP aktiv in der Planung dieser Durchlässe involviert. Nach den erfolgreich abgeschlossenen Leistungsphasen 3 (Entwurfsplanung) und 4 (Genehmigungsplanung) für den Konstruktiven Ingenieurbau und den Oberbau der 17 Durchlässe wurden wir auch für die Leistungsphasen 5 (Ausführungsplanung) und 6 (Erstellung der Ausschreibungsunterlagen) für 11 Durchlässe beauftragt.
Nun stehen die restlichen 6 Durchlässe an, bei denen WSP die Objekt- und Tragwerksplanung für die DB durchführen wird. Die Objektplanung beinhaltet die Leistungsphasen 5 (Ausführungsplanung), 6 (Vorbereitung der Vergabe) und 7 (Mitwirkung bei der Vergabe) der Ingenieurbauwerke, während die Tragwerksplanung die Leistungsphasen 4 (Genehmigungsplanung), 5 (Ausführungsplanung) und 6 (Vorbereitung der Vergabe) umfasst.
Im Rahmen der Erneuerung aller Durchlässe werden Kleinhilfsbrücken ausgebaut, die bereits für die Geschwindigkeitserhöhung der Strecke 6758 auf 80 km/h eingebaut wurden. Es sind sechs Durchlässe zu erneuern, von denen drei durch Ersatzneubauten mit einem Stahlrohr DN 500 in offener Bauweise mit Grundwasserabsenkung realisiert werden. Für einen weiteren Durchlass ist ein Ersatzneubau mit einem Stahlrohr DN 900 in offener Bauweise mit Spundwandkasten und Unterwasserbetonsohle geplant. Zwei Durchlässe werden aufgelassen und das vorhandene DL-Rohr wird entweder verpresst oder ersatzlos rückgebaut.
