Die Eisenbahnüberführung (EÜ) Burgtor stammt aus dem Jahr 1905 und ist technisch abgängig. Die geplante Baumaßnahme stößt jedoch auf große Probleme, hauptsächlich aufgrund der alten Stahlbrücke. Diese Brücke stellt eine Herausforderung dar, da sie möglicherweise nicht den modernen Anforderungen entspricht und Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Bauprojekts verursacht. In diesem schwierigen Zusammenhang wird von WSP die Erneuerung der Oberleitungsanlage sowie der Leit- und Sicherungstechnik in den Leistungsphasen 1 bis 4 (Grundlagenermittlung, Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung) und optional 6 bis 7 (Vorbereitung der Vergabe und Mitwirkung bei der Vergabe) geplant.
Über die Lage der EÜ Burgtor
Die EÜ Burgtor befindet sich im östlichen Teil des Bahnhofes Dortmund Hbf auf der Strecke 2650 Köln – Duisburg am km 119,876. Insgesamt verlaufen 5 Streckengleise über die Brücke (u.a. die Strecke 2100 Dortmund Hbf - Gronau). Weiter östlich befinden sich die Eisenbahnüberführungen Leuthardstraße, Bornstraße und Gronaustraße. Außerdem folgen die Kurve Richtung Eving, die Ortsgleise 1 und 2 Richtung Dortmund Bbf und die Abzweigstelle Dbw.
Herausforderungen im Projekt
Bei der Planung muss unter anderem auf folgendes geachtet werden:
Leit- und Sicherungstechnik
- vorhandene Kabel sind während der Bauzeit zu sichern. Für den Endzustand sind die Kabel im Kabelkanal zu verlegen. Das Schalthaus wird zurzeit auch als Kabelverteiler genutzt. Die Kabel müssen später durchgeschaltet werden (Muffen oder Kabelschrank).
Oberleitungsanlagen
- Erdung: Die Schutzmaßnahmen an Brücken sind nach EBS 02.05.2019 und 34 zu planen und auszuführen. Als Erdungsseil ist vorzugsweise ein (N)A(ST)YY-0 Seil zu verwenden.
- Maste: Im Rahmen des Umbaus wird der Aushub die Standsicherheit der Maste möglicherweise beeinträchtigen. Somit muss in der Planungsphase eine Standsicherheitsberechnung durchgeführt und die daraus resultierenden Maßnahmen (Rückanker, Neubau…) umgesetzt werden.
