Die Strecken gehören zum Hochleistungsnetz und sind Teil des Transeuropäischen Korridors Rhein-Donau. Diese wichtige Verkehrsachse zählt zu den am höchsten belasteten Schienenverkehrsverbindungen in Deutschland und ist zugleich eine der am stärksten frequentierten Strecken in Bayern. Als Ost-West-Magistrale Europas dient sie sowohl dem Nah- und Fernverkehr als auch dem Güterverkehr und ist zugleich eine bedeutende Route für Nachtzüge. Auf ihr verkehren zahlreiche Züge, die Deutschland mit Österreich und Italien verbinden.
Im Rahmen der Modernisierung des Hochleistungskorridors Rosenheim – Freilassing wird auf den Strecken 5510 und 5703 zwischen km 17 bis 65 (5510) und km 0 bis 81,00 (5703) die Oberleitungsanlagen (OLA) teilweise erneuert. Wir erbringen für die Deutsche Bahn Planungsleistungen in den Leistungsphasen 1 (Grundlagenermittlung) und 2 (Vorplanung). Aufgrund parallel stattfindender Maßnahmen anderer Gewerke müssen zahlreiche Schnittstellen berücksichtigt werden. Dazu sind in erster Linie Weichenerneuerungen, Gleiserneuerungen und Gleisnutzlängenverlängerungen vorgesehen, zu deren Ergänzung die Anpassung und Ertüchtigung der OLA einhergeht.
Die Planung umfasst die Erneuerung der OLA auf der Strecke 5510:
- freie Strecke Bahnhof (Bf) München-Waldtrudering – Bf Haar
- Bf Haar
- freie Strecke Haar – Zorneding
- Bf Zorneding
- freie Strecke Zorneding – Kirchseeon
- Bf Kirchseeon
- freie Strecke Kirchseeon – Grafing
- Bf Grafing
und auf der Strecke 5703:•
- Bf Bad Endorf
- Bf Prien
- Bf Übersee
- Bf Traunstein
- freie Strecke Traunstein – Lauter
- freie Strecke Lauter – Rückstetten
- Bf Teisendorf
- freie Strecke Teisendorf – Freilassing
Vorteile der Generalsanierung
Die DB InfraGO AG sieht in der Bündelung aller Sanierungsarbeiten in einer längeren Totalsperrung viele Vorteile:
- Rund-um-die-Uhr-Arbeiten auf frei nutzbaren Baufeldern
- Geringere Rüstzeiten durch einmaligen Aufbau von Bauanlagen
- Parallele Abwicklung von Bauvorhaben
- Ertüchtigung von Umleiterstrecken und Sicherstellung eines leistungsfähigen Schienenersatzverkehrs
Nach der Generalsanierung kann eine Baufreiheit von mindestens 5 Jahren garantiert werden. Damit werden sowohl die Betriebsqualität als auch die Verfügbarkeit der Infrastruktur langfristig sichergestellt.