In der Betriebsstelle Bahnhof (Bf) Pölchow auf der Strecke Rostock Hauptbahnhof (Hbf) – Bützow soll das aktuell vorhandene mechanische Stellwerk durch digitale Stellwerkstechnik (DSTW-Technik) ersetzt werden. Dieses Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Digitalisierungsinitiative im Knotenpunkt Rostock. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Betriebsablauf des Güterverkehrs zu den Rostocker Häfen sowie den Regional-, S-Bahn- und Fernverkehr zwischen Hamburg und Rostock zu optimieren. Ein weiterer Grund für den Neubau ist der teils marode bauliche Zustand des Bestandsstellwerks und der Signalanlagen im Bf Pölchow.
Neben der Erneuerung von leit- und signaltechnischen Einrichtungen mit Ersatz der Alttechnik durch moderne und DSTW-Technik, ist die Modernisierung von Verkehrsstation (Vst) ein wichtiger Bestandteil bei der DB. Ziele der Modernisierungsprogramme für Verkehrsstationen sind neben der Anhebung des technischen Standards vorrangig die Erreichung der Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Um dies zu ermöglichen, plant die DB in Zusammenarbeit mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern, die Vst Pölchow unter anderem (u.a.) barrierefreie umzubauen.
Unsere Leistungen
WSP plant seit 2023 die Erneuerung des Stellwerks Pölchow mit digitaler Stellwerkstechnik (DSTW) und erbringt für die Gewerke Hochbau, Oberleitungsanlagen, Elektrotechnik, Telekomunikation, Leit- und Sicherungstechnik sowie den Kabeltiefbau die Leistungsphasen 3 - Entwurfsplanung und Lph 4 - Genehmigungsplanung sowie optional die Lph 5 - Ausführungsplanung und Lph 6 - Vorbereitung der Vergabe. Im Zuge der oben genannten DSTW-Maßnahme entfällt der Fahrdienstleiter in der Vst Pölchow und somit die Möglichkeit, einen technisch nicht gesicherten Reisendenüberweg zwischen den beiden vorhandenen Außenbahnsteigen örtlich zu bedienen. Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung des in die Jahre gekommenen Zustands der Bahnsteiganlagen wird die Station an einem vorhandenen Bahnübergang (BÜ) innerhalb der Vst Pölchow neu errichtet. Der Zugang erfolgt zukünftig ausschließlich vom vorgenannten BÜ und wird vollständig barrierefrei mittels Rampen errichtet.
Im ersten Quartal 2024 wurde WSP für die Planung der Verkehrsstation unter Anwendung der BIM-Methodik für die Gewerke Verkehrsanlagen, Oberleitungsanlagen, Elektrotechnik, Telekomunikation, Leit- und Sicherungstechnik sowie den Kabeltiefbau in den Lph 3 - Entwurfsplanung und Lph 4 - Genehmigungsplanung sowie optional in den Lph 5 - Ausführungsplanung, Lph 6 - Vorbereitung der Vergabe und Lph 7 - Mitwirkung bei der Vergabe beauftragt.
