In Palmerston North, Neuseeland, ist He Ara Kotahi mehr als nur eine Brücke – sie ist ein Weg, der Menschen verbindet.
Durch die Integration von Māori-Designprinzipien, Placemaking-Konzepten und naturinspirierten Ästhetiken mit modernster Ingenieurskunst ist die Brücke zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und wurde im ersten Jahr von 600'000 Personen genutzt.
Ein Ort mit Bedeutung
Wer den Karaka-Baum kennt, erkennt ihn sofort: Das dichte Blätterdach, im Herbst übersät mit orangefarbenen Beeren, und die eleganten Stämme, die einst über 15 Meter hoch an den Ufern des Manawatū-Flusses in Te Papa-i-Oea (Palmerston North) wuchsen.
Der Manawatū-Fluss hat für Rangitāne o Manawatū grosse spirituelle Bedeutung (Mana) und spielt eine zentrale Rolle in ihrer kulturellen und spirituellen Identität. Gleichzeitig prägt er den Charakter und die Identität der Stadt – er verbindet Naturraum und Stadtleben.
Entlang und über den Fluss führt eine stark befahrene Hauptverkehrsstrasse, die laut, hektisch und bekannt für schwere Unfälle mit Fussgänger*innen und Velofahrer*innen war – ein Bild, das nicht zu einer Stadt passte, die als lebendig, fürsorglich, innovativ und nachhaltig wahrgenommen werden will.
Es war Zeit für eine alternative Überquerung – eine, die Landschaft und Geschichte respektiert, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet und die Stadt mit ihrer Umgebung neu verknüpft.
Veränderung durch Beteiligung und Gestaltung
Der Stadtrat von Palmerston North beauftragte uns mit der Umsetzung dieses Wandels – von der Standortwahl über den Einbezug der Bevölkerung und Umweltverträglichkeitsprüfungen bis hin zur Konzeptentwicklung, Detailplanung und Bauüberwachung.
Wir prüften drei mögliche Standorte für eine neue Fuss- und Velobrücke. Mithilfe von verhaltenswissenschaftlichen Modellen und intensiven Gesprächen mit der lokalen Bevölkerung identifizierten wir schliesslich einen vierten, optimalen Standort.
„Durch den Einsatz von verhaltenswissenschaftlichen Modellen und den engen Austausch mit der lokalen Bevölkerung konnten wir einen vierten Standort finden, der das Stadtzentrum besser mit der Massey University und dem Linton Army Base auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses verbindet. Dieser Standort wurde schliesslich für die neue Brücke gewählt.“
— Andrea Harris, Projektleiterin He Ara Kotahi